Auf Andersens Spur in Kopenhagen

Die letzte Woche stand im Zeichen der Recherche für meinen neuen Roman „Die Eisinsel“. Auf den Spuren H. C. Andersens durch Kopenhagen, so lautete das Motto, das ich u.a. mit einem Reiseführer umsetzte, der mich durch die alte Innenstadt und zu den überraschendsten Plätzen führte: Ich hatte ja keine Ahnung, dass es noch ein im Originalzustand erhaltenes Zimmer gibt, in dem Andersen gelebt hat. Der Haken: Man hat ein Kaufhaus drumherum gebaut, und heute ist des der Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich! Der findige Guide hatte sich allerdings zur Presseabteilung des Kaufhauses durchtelefoniert, und so wurden wir in den dritten Stock die Rolltreppen hoch, durch die Design-Abteilung und den Web-Shop zu einer rohen Holztür geführt. Dahinter tatsächlich die Studentenbude des 22-jährigen Andersen! Fantastisch! Plötzlich blickte ich in Andersens blinden Spiegel, sah auf sein viel zu kurzes Bett und aus dem Fenster, von dem aus er damals die Nikolaj-Kirche sehen konnte.

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