Die Arche sticht in See
Heute haben die Dreharbeiten zu dem RTL-Eventmovie “Das Vermächtnis der Arche” begonnen. Die Romanverfilmung nach dem Buch “Visus” von Richard Hayer und unter der Regie von Tobi Baumann wird von der all-in-production in München produziert. Das Drehbuch stammt aus meiner Feder. Hier ein kleiner Auszug aus der Pressemeldung von RTL:
Was sind die “Augen Gottes”, und was haben sie mit der biblischen Arche zu tun? Die Sintflut und das Geheimnis um die Arche Noah beschäftigen bis heute Religion und Wissenschaft. Auch der Kirchenhistoriker Sörensen (Michael Gwisdek) hat sich dem Rätsel der geheimnisvollen Fracht der Arche verschrieben. Er bittet seinen Neffen, den Kunstdetektiv Robert (Stephan Luca) um Hilfe. Während Robert einen vermissten Kollegen von Sörensen in Italien aufspüren soll, ist Sörensens armenische Assistentin Anahit Sarian (Julia Molkhou) auf einem Forschungsschiff unterwegs, das im Mittelmeer nach einem versunkenen Schiff sucht: An Bord soll sich das “Auge Gottes”, eine mysteriöse Reliquie, befunden haben. Tatsächlich entdeckt Anahit das Schiff und dessen wertvolle Fracht – doch sie gerät in tödliche Gefahr. Nicht minder gefährlich wird es für Robert: Sörensens vermisster Kollege wurde ermordet, und kurz darauf wird auch Robert gejagt. In dessen Wohnung hatte Robert eine antike Handschrift gefunden, und ihm wird klar, dass er ein Jahrhunderte altes Geheimnis entdeckt hat. Alle Wege führen schließlich in ein Kloster in den Kaukasus, wo sich nicht nur eines der wenigen Gemälde des Malers Visus verbirgt, sondern auch eine mysteriöse Reliquie, die das “Auge Gottes” genannt wird und über unheimliche Kräfte verfügen soll. Als Robert und Anahit begreifen, was der Plan ihrer mächtigen Gegenspieler ist, haben sie nur noch wenig Zeit, die Katastrophe aufzuhalten.
Alles Gute von hier aus zum Drehbeginn!
Letzte Tage in Brechts Haus
Noch drei Tage dieses herrliche Panorama: Die Sonne scheint über dem Svendborg Sund, und ich kann vom Bürofenster aus ganz klar die Küsten von Tåsinge und Skarö sehen. Die Fähre nach Ærø pflügt eine gerade Linie ins spiegelglatte Wasser. Wo vor ein paar Tagen noch unendlich viele Eisschollen eine weiße Fläche ins Wasser gezaubert haben, sitzen jetzt Wasservögel wie an einer Schnur mit schwarzen Perlen aufgezogen. Der letzte Rest Schnee vor dem Haus ist der Schneevulkan, den die Kinder gebaut haben. Ein glitzernder, kegelförmiger Haufen.
Der Schneevulkan hat dann auch gleich Eingang in das Buch gefunden, mit dem ich hier begonnen habe und das vorerst den Titel “Die Eisinsel” trägt. Nachdem die vier Wochen hier eine wunderbare Gelegenheit geboten haben, die Helden, den Plot und die Stimmung der Geschichte zu finden, hoffe ich sehr, dass ich das Buch noch dieses Jahr beenden kann. Gestern, bei einer kleinen Lesung und Diskussion über meine Bücher in der Svendborg Bibliotek (Dank an Anne Bertram!), konnte ich in kleinem Kreis schon mal erste Ideen vorstellen und ausprobieren. Sehr gefreut hat mich auch die Bekanntschaft meiner bekannten dänischen Kollegin Josefine Ottesen, mit der ich mich auch nach der Veranstaltung noch über die Unterschiede der Verlagslandschaften in Dänemark und Deutschland austauschen konnte. Und wir waren uns darüber einig, dass Menschen starke Geschichten brauchen!
Og så tusind tak igen, dass ich hier in Brechts Haus arbeiten durfte! Dem Verein, Søren, Kirsten, Max und Anne den allergrößten Dank für einen Monat ohne Probleme und mit viel Konzentration und Freude am Schreiben – und tollen Begegnungen! Vi ses!
Hilsen fra Brechts Huset
Einen ersten Gruß aus dem Brechthaus in Svendborg, Dänemark, in dem ich ab heute für vier Wochen leben und arbeiten darf. Der Blick vom Schreibtisch geht auf die mit Eisschollen durchsetzte Ostsee und die Insel Tåsinge. Um das alte Reetdachhaus liegen Schneeberge, und die ganze Bahnfahrt ging heute über eine durchgehende, weiße Fläche. Ein gutes Omen für ein Buchprojekt, in dem Andersens Schneekönigin eine nicht unwesentliche Rolle spielen soll!
Während meiner Zeit in Dänemark werde ich übrigens auch im Literaturhaus in Kopenhagen von meiner Arbeit berichten, und zwar als Gast beim dortigen Literaturcafé am 18. Februar 2010, es geht um 19.00 Uhr los mit einem leckeren Essen – für alle, die in der Gegend sein sollten.
Das Brechthaus ist tatsächlich das: Brechts Haus. Hier lebte er von 1933 bis 1939 im dänischen Exil und hat u.a. Werke wie “Mutter Courage” geschrieben. Das war das erste Stück, das ich von ihm im Theater gesehen habe, vor vielen Jahren, am Schauspielhaus in Hamburg mit Eva Mattes in der Titelrolle. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass ich selbst mal dort schreiben würde, wo er dieses Stück geschaffen hat. Nicht dass ich starstruck wäre, zumal Brecht nicht zu meinen Lieblingslektüren gehört. Aber es ist doch ein ganz besonderes Gefühl, hier zu sitzen. Denn damals hätte ich nicht gedacht, mal mein Leben mit Schreiben zuzubringen. Es mir gewünscht vielleicht, aber erwartet? – “You’ve come a long way”, würden meine amerikanischen Freunde sagen. Insofern tusind tak an den Verein, der das Brechthaus verwaltet und mir diese Möglichkeit gegeben hat!
Statt Weihnachtskarten…
…unterstütze ich auch dieses Jahr die Bücherpiraten mit einer Spende. Und wünsche hiermit allen Freunden, Partnern, Kollegen, Zuhörern, Zuschauern, Lesern und allen anderen Menschen, die mich dieses Jahr inspiriert haben, eine wunderschöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch in ein erfolgreiches Jahr 2010. Glædelig jul! Merry Christmas! Happy New Year! Godt nytår! Be seeing you!
51. Nordische Filmtage in Lübeck
Heute abend beginnen die 51. Nordischen Filmtage in Lübeck mit dem Film “Das Orangenmädchen”, einer norwegisch-deutschen Ko-Produktion.
Ab morgen werde ich auch in Lübeck sein. Neben dem bereits angekündigten Drehbuchtalk werde ich die Podiumsdiskussion zu 20 Jahren kulturelle Filmförderung in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern moderieren. Zu Gast sind die Filmemacher Anne Thomschke, Lars Büchel und Heinz Brinkmann sowie Sabine Matthiesen, Geschäftsführerin des Filmbüros MV, und Bernd-Günther Nahm, Geschäftsführer der Filmwerkstatt Schleswig-Holstein. Die Veranstaltung findet am Freitag, 6.11. um 14.00 Uhr im Kino CineStar 4 statt.
Außerdem freue ich mich auf das Filmfrühstück der Kulturellen Filmförderung Schleswig-Holstein und der Filmwerkstatt am Samstag, 11.00 Uhr, im Café St. Annen. Dort werde ich zusammen mit Anna J. Ljungmark (BOOST HBG, Helsingborg, Schweden) und Bernd-Günther Nahm den Beginn des Brunches durch ein kleines Gespräch über norddeutsch-skandinavische Zusammenarbeit und Talentförderung herauszögern.
Blitzbesuch auf der Buchmesse
Gestern habe ich mir einen Nachmittag Buchmesse gegönnt – ein Blitzbesuch, um alle meine Verlage zu besuchen und mal zu sehen, was die Konkurrenz so treibt (kocht auch nur mit Wasser). Ergebnis: Schön wäre es, Parkour zu praktizieren wie die Jungs in meinem Buch Hongkong, dann wäre man wesentlich flotter unterwegs. Denn auch der Messedonnerstag war schon ziemlich überlaufen. Immerhin habe ich mir noch einen Überblick über die dänische Verlagslandschaft verschaffen können und einige gute Gespräche geführt!
Peter Lundt zum 11. Mal im Studio
Heute beginnen die Sprachaufnahmen zu “Peter Lundt und die Rivalinnen der Rennbahn“. Der blinde Detektiv hat es diesmal mit glamourösen Zwillingen zu tun, deren Vergangenheit und Gegenwart ihm ein ganz schönes Durcheinander präsentieren. Außerdem spielen zwei Rennbahnen eine Rolle: Eine Kartbahn und die Trabrennbahn in Bahrenfeld. Und wie sich die Stammhörer bereits denken können: Peter Lundt hasst Pferde! Aber warum – das wird erst Ende November verraten, wenn die neue CD dann in den Läden liegt!
Sommerferien zu Ende
Die Ferien sind vorbei. Die Arbeit geht weiter. Und neue Termine sind zu vermelden. Z.B. stehen die nächsten vier Live-Hörspiele mit dem allseits beliebten blinden Detektiv aus Hamburg-Altona ins Haus:
Am 20.9. in Hamburg, am 25.9. in Berlin: “Peter Lundt und das Eckige im Runden”
Am 27.11. in Berlin, am 29.11. in Hamburg: “Peter Lundt und das Wunder vom Weihnachtsmarkt”
In Hamburg wie immer im Imperial Theater auf der Reeperbahn; in Berlin auf der Bühne der Alten Kantine in der Kulturbrauerei, Prenzlauer Berg. Viel Spaß!
Dann nicht zu vergessen: Am 15. September erscheint mein neuer Roman, “Hongkong“, im Thienemann Verlag! Ich durfte schon ein druckfrisches Exemplar in Händen halten und bin begeistert, wie schön das Buch geworden ist!
Außerdem habe ich in den Sommerferien schon mal einen Blick auf meinen Arbeitsplatz werfen dürfen, den ich im nächsten Winter für einige Wochen beziehen werde: Das Brecht-Haus in Svendborg, Dänemark. Der ehemalige Wohnort Berthold Brechts im Dänischen Exil ist ein Ort, an dem deutsche Autoren und Kulturschaffende Gelegenheit haben, in Ruhe zu arbeiten und gleichzeitig mit der Dänischen Kultur in Berührung zu kommen. Svendborg ist eine wirklich schöne, kleine Stadt auf Fünen, direkt an der Ostsee. Ich freu mich schon drauf!
Ach ja, und Ende November kommt dann der nächste Peter Lundt in die Läden, “Peter Lundt und die Rivalinnen der Rennbahn“. Aber vorher melde ich mich bestimmt nochmal…
Neue Medien aus der Sicht eines Autors
Im aktuellen Infomedia-SH-Newsletter findet sich mein Vortrag vom Crossmedia-Forum der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein. Für alle zum Nachlesen.
Schreibwettbewerb
Schreib Deinen eigenen Peter Lundt! Zum Erscheinen des 10. Teils der Reihe “Peter Lundt: Blinder Detektiv” veranstaltet der Verlag Hörformat einen Jubiläumswettbewerb. Schreibt eine Peter-Lundt-Szene und hört, wie sie mit den Originalsprechern produziert wird! Die genauen Teilnahmebedingungen findet man auf den Seiten von Hörformat. Ich sitze übrigens in der Jury, freue mich auf alle Einsendungen und sage jetzt schon mal: Toi toi toi!!!