Autoren-FAQ

Hier habe ich Fragen (FAQ = Frequently Asked Questions) zusammengefasst, die einem als Autor ständig begegnen:

Kann man vom Schreiben leben?

Mal besser, mal schlechter, wie von jedem selbständigen Beruf.

Wie wird man Autor?

Am besten durchs Schreiben. Man kann mittlerweile eine Menge Ausbildungswege einschlagen, um Autor zu werden. Klassisch wären bestimmt ein Studium der Germanistik oder eine Journalistenausbildung. Dazu gibt es ein unüberschaubar großes Feld an Seminaren zur Weiterbildung. Ich selbst habe an verschiedenen Filmhochschulen im In- und Ausland das Schreiben von Drehbüchern studiert.

Aber letztlich muss man sich alles selbst zusammensuchen, was man braucht, und dann vor allem schreiben, schreiben, schreiben.

Kann man denn überhaupt lernen zu schreiben?

Ohne mich hier auf die urdeutsche “Genie und Wahnsinn”-Debatte einlassen zu wollen, möchte ich dazu einfach anmerken, dass man natürlich wie in jeder Kunstgattung unheimlich viel Handwerk erlernen kann und auch erlernen muss. Es würde ja auch niemandem einfallen, einem Maler zu empfehlen, sich ohne jede Ausbildung im Zeichnen und Kolorieren an eine Landschaft zu setzen. So ist das auch mit dem Schreiben. Darüber hinaus muss man natürlich eine gewisse Portion Talent im Rucksack haben. Zumindest, wenn man veröffentlichen will.

Woher kommen Ihre Ideen?

Das ist die mir wohl am meisten gestellte Frage. Gleichzeitig aber die Frage, die mich am wenigsten beschäftigt. Ideen zu haben fällt mir im Vergleich zu der Ausdauer und Sorgfalt, die man braucht, um sie umzusetzen, wirklich nicht schwer. Eine mitgehörte Unterhaltung im Bus, ein ungewöhnlicher Zeitungsartikel, ein Film, der mir gefällt, oder einfach die eigene Lebenserfahrung – die Quellen sind reichlich vorhanden und überall zugänglich.

Und wie sieht so der Tagesablauf eines Autors aus?

Meiner sehr unspektakulär: Ich gehe ins Büro, bemühe mich, ein paar Stunden zu schreiben, mache den üblichen Papierkram, den jeder Selbständige kennt, und gehe wieder nach Hause.

Womit schreiben Sie eigentlich?

Wenn ich es mir leisten kann, mit der Hand. Das ist eine Frage der Zeit. Am liebsten schreibe ich z.B. ein Drehbuch auf Karteikarten in der Größe Din A5 vor, denn das folgende Abschreiben in den Computer garantiert eine sinnvolle, zusätzliche Überarbeitung. Außerdem kann man Karteikarten überall hin mitnehmen, sie beliebig anordnen, und sie sind etwas handfestes.

Meistens drängt die Zeit allerdings, und dann benutze ich das fantastische Schreibprogramm Scrivener für meinen Mac. Zur weiteren Verarbeitung in die von Produktionen oder Verlagen benötigten Formate bearbeite ich meine Texte dann nochmal in Final Draft, OpenOffice oder Pages.

Machen Sie auch Lesungen?

Sehr gerne! Für Lesungen im Bereich Jugendbuch können Sie mich z.B. über den Thienemann Verlag buchen, denn dort sind meine Jugenromane erschienen (siehe Werke). Sie finden mich auch in der Broschüre “Erzähl mir was”, die dieser Verlag jährlich herausgibt, mit allen notwendigen Infos rund um das Thema Autorenlesungen. Oder Sie wenden sich direkt an mich!

Ich stehe auch für andere Veranstaltungen, Moderationen und Diskussionen zur Verfügung. Ich habe z.B. bereits mehrfach auf der Internationalen Buchmesse Frankfurt Podiumsdiskussionen moderiert oder über fünf Jahre die Drehbuchrevue des Verbandes Deutscher Drehbuchautoren e.V. auf dem Filmfest Hamburg organisiert und betreut. Auf den Nordischen Filmtagen in Lübeck organisiere und leite ich breits seit 2007 einen Drehbuchtalk mit Kollegen aus skandinavischen Ländern.

Und wie sieht es mit Schulen aus?

An Schulen lese ich gerne aus meinen Jugendbüchern. Oder ich stelle den Beruf des Drehbuchautoren oder Autoren allgemein vor, z.B. verbunden mit einer Lesung oder einer Einführung ins kreative Schreiben. Meinen etwa 1 1/2 Stunden langen Workshop “Von der Idee zum fertigen Film” oder einen Workshop, in dem ich zusammen mit Jugendlichen Kurzhörspiele schreibe und auch gleich produziere, habe ich bereits mehrfach erfolgreich durchgeführt. Vieles ist möglich, auch regelmäßiger Unterricht oder Seminare in Projektwochen: Sprechen Sie mich einfach an!

Wie sieht denn eigentlich so ein Drehbuch aus? Stehen da nur Dialoge drin?

Nein, das Drehbuch enthält schon alles, was den fertigen Film ausmacht: Neben den Dialogen auch Beschreibungen, visuelle Systeme und natürlich – besonders wichtig – die Abfolge der Szenen! Die Struktur ist eine der Hauptaufgaben des Autoren und wird oft unterschätzt, weil sie ja praktisch unsichtbar ist.

Laden Sie sich einfach mal die ersten 10 Seiten meines Drehbuchs zum ARD-Film “Polizeiruf 110: Abseitsfalle” herunter und sehen Sie selbst.

Und was genau ist ein Live-Hörspiel?

Bei einem Live-Hörspiel stehen die Sprecher des Hörspiels live auf der Bühne und sprechen den Text ins Mikro. Auch die Geräusche werden live auf der Bühne erzeugt oder eben zum entsprechenden Einsatz vom Band abgefahren. Es ist aber kein Theaterstück, es gibt keine Szenenwechsel, keine Kostüme, kein Bühnenbild. “Die drei ö?” haben mit dieser Art der Hörspiel-Darbietung sogar schon die Color-Line-Arena in Hamburg ausverkauft.

Und wie hat man sich eine Comic-Lesung vorzustellen?

So ähnlich wie ein Live-Hörspiel, nur dass man zusätzlich die Bilder aus dem Comic auf eine Leinwand gebeamt sieht. Ob die Sprechblasen dann leer sind oder nicht, ist eine Glaubensfrage – ich bevorzuge leere Sprechblasen, die von den Sprechern “gefüllt” werden.

Würden Sie mir eine Widmung in Ihr Buch schreiben? Oder ein Autogramm schicken?

Aber sicher, sehr gerne. Bitte für Autogrammwünsche einen adressierten und frankierten Rückumschlag an Arne Sommer, Klosterstr. 56, 24534 Neumünster. Sie können mir auch ein Buch zum Widmen schicken, aber auch dafür sollten Sie natürlich einen Rückumschlag mit ausreichend Porto beilegen.

Noch Fragen? Schreiben Sie mir eine E-Mail.

Geschrieben am 15. Juni 2011 /